![]()
|
69 Kinder, 18 Computer, vier Klassenzimmer, vier Lehrerinnen und eine mit Erdgas betriebene Brennstoffzelle BAD
ÜBERKINGEN. Die Grundschule im Bad Überkinger Teilort Unterböhringen
(Kreis Göppingen) Von Karen Schnebeck Die
kleine Grundschule im 1000-Einwohner-Ort Unterböhringen hat sich viel
vorgenommen: Lese- und rechtschreibschwache Schüler sollen dort besonders
gefördert werden. Ausländische Kinder sollen beim Deutsch lernen unterstützt
werden, und alle Schüler sollen lernen, mit Hilfe von 18 Computern eine
Präsentation zu erstellen. Die Minischule ist die einzige Grundschule im
Kreis, die zu den insgesamt 30 Teilnehmern der Medienoffensive des Landes
gehört. Die Projektschulen setzen sich Aufgaben und Ziele, die sie im
Unterricht am Computer umsetzen sollen. In regelmäßigen Berichten wird
das Land über Fortschritte, Schwierigkeiten und Erfolge informiert. Was
sich als tauglich für den Schulalltag erweist, Weil
ein Umbau des alten Schulgebäudes zu teuer geworden wäre, habe man sich
entschieden, eine neue Schule am Ortsrand zu bauen, berichtet Bad Überkingens
Bürgermeister Ernst Joos. Im vergangenen Sommer zog die Schule in das 1,4
Millionen Euro teure Gebäude. Die Außenanlagen um die Schule sehen zwar
noch etwas wild aus, weil das Geld für die Gestaltung fehlt. Doch in der
Schule mit ihren vier Klassenzimmern und der
geräumigen Aula setzte die Gemeinde auf Hightech und moderne Materialien.
Sensoren an den Türen und Fenstern alarmieren den Hausmeister, falls
jemand vergisst, sie zu schließen. Der mit Erdgas betriebene Prototyp dürfte der erste sein, der durch private Fördergelder in eine Grundschule gelangt ist. Eine Kooperation der Gemeinde mit dem Albwerk in Geislingen hat das Energieprojekt möglich gemacht. Die mit Erdgas betriebene Wärmequelle wird von einem Datenerfassungszentrum in der Schweiz gesteuert. Dort laufen alle Werte der Brennstoffzelle zusammen Die in Unterböhringen gewonnenen Daten sollen künftig helfen bezahlbare Brennstoffzellen für normale Haushalte herzustellen und Energie zu sparen. Die Ausstattung mit modernen Computern für rund 35000 Euro hat das Land finanziert Weil sich die Schule schon früher im Bereich Multimedia eingesetzt hat wurde sie aus verschiedenen Bewerbern für das Landesprojekt ausgewählt. In jedem der vier Klassenzimmer befinden sich drei Computer. Im Computerraum stehen weitere sechs Rechner. Wir versuchen den Computer in den normalen Unterricht zu integrieren sagt die Schulleiterin Isolde Pesavento. Während einige Schüler an ihrem Platz sitzen und dem Unterricht folgen sitzen andere an den Rechnern und bearbeiten Aufgaben. Dann wird gewechselt, damit jeder der Schüler einmal am Rechner arbeiten darf. Für
größere Computer-Projekte steht die Tür zum benachbarten Computerraum
offen, etwa für die Dokumentation des Afrika-Projekts, in dessen Rahmen
die Kinder Besuch des ehrenamtlichen Kulturbotschafters von Ghana und
dessen Frau erhielten. Er erzählte den jungen Unterböhringern, Neben den Klassentüren hängen erste Ergebnisse der Arbeit mit Programmen wie Word Excel Powerpoint und Publisher. Die Schüler der zweiten Klasse haben beispielsweise eigene Visitenkarten erstellt, verziert mit Löwen, Vögeln oder Elefanten. Wenn die Kinder die Grundschule verlassen, sollen sie die Standardprogramme, die so manchen erwachsenen Späteinsteiger zur Verzweiflung bringen, spielend beherrschen. |
![]() |
Für die Unterböhringer Grundschüler gehört der Computer zum Unterrichtsalltag. Foto: Rudel
|
Artikel und Foto aus der SZ vom 14.07.2004
![]()
![]()
© 2004 Grundschule Unterböhringen
Letzte Aktualisierung: 30. November 2004